Zeit für mich

Klingt so einfach und scheint doch oft unmöglich …

Wann hast du dir das letzte Mal einfach mal Zeit genommen für etwas, das nur für dich wichtig war?

Wenn du auch nur ein bisschen so gestrickt bist wie ich, gehört das sicher nicht zu dem, was du regelmäßig tust.
Für mich war es früher sehr schwierig bis fast unmöglich, einfachmal für zwei Stunden an die Talsperre zum Fotografieren zu fahren. Und wenn ich es getan habe, dann nicht, ohne vorher noch alles, was getan werden musste, zu erledigen. Und mit einem ordentlich zeternden inneren Kritiker, der mich egoistisch nannte, weil ich an mich und mein Vergnügen dachte. Noch schlimmer war es, wenn ich nur sitzen und schauen wollte … nichts tun? Ging echt gar nicht.

Ist das ein „Frauen-Ding“?

Ich weiß nicht, ob es ein Frauen-Ding ist, aber mit Erziehung und erlernten Glaubenssätzen hat das auf jeden Fall zu tun.

Robert Betz hat einmal in einem Vortrag (ich erinnere mich nicht mehr an das Thema) gesagt, jede/r solle sich eine Stunde am Tag, einen Tag in der Woche, ein Wochenende im Monat nur für sich „nehmen“. Die Reaktion der Zuhörenden war deutlich als Murren zu vernehmen. Ich habe übrigens auch gemurrt und mich gefragt in welcher Zeit er denn wohl lebt. Es schien mir geradezu unmöglich … Ich brauche wohl micht zu erwähnen, dass ich meinem Mann diese Freiheiten ohne Zögern zugestanden habe …

Aber für mich?

Never ever!

Dabei ist es so wichtig, sich immer wieder Zeit für sich selbst zu nehmen, den eignen Bedürfnissen nachzuspüren (oft wissen wir vor lauter Pflichterfüllung ja gar nicht mehr, was wir eigentlich gerne wollen würden!) und sie dann auch in die Tat umzusetzen.

Also trau dich, immer mal ein bisschen – du wirst merken, dass es dir immer leichter fällt, die deine Freiräume zu schaffen!

Es ist übrigens ganz und gar nicht egoistisch, für sich selbst zu sorgen, sich selbst etwas Gutes zu tun – nicht nur, weil es unser Recht ist, sondern wiel es uns guttut, zufriedener und glücklicher sein lässt – Und nur, wenn wir gut zu uns sind, können wir auch von Herzen gut für andere sein – es ist also auch ein Dienst am Nächsten 😉