Immer wieder SAMSTAGs

Ja, es klingt wie die Liedzeile eines berühmten deutschen Schlagerpärchens und man könnte es tatsächlich auch weitersingen mit „ … kommt die Erinnerung“.

Denn das möchte ich mit dieser Rubrik erreichen: Dich und mich immer wieder erinnern an das, was wichtig ist, um ein friedliches Miteinander zu kreieren und uns zu himmeln und zu erden.

Immer wieder samstags öffne ich mein Herz und lasse das, was dort momentan in Bewegung ist, nach außen fließen. Mal als Bibelimpuls aus meinem Kartenset, mal bezugnehmend auf das, was mir die vergangene Woche begegnet ist.

Wichtig: Auch ich kennen nur „meine“ Wahrheit, die dich vielleicht manchmal verwundert oder dir sogar unangenehm aufstößt. Wenn das, was ich zu sagen habe, in dir ein „ja“ erzeugt, freue ich mich. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Dann sind meine Gedanken aber vielleicht zumindest für dich eine Möglichkeit, deinen eigenen Standpunkt wahrzunehmen.

Einen anderen Standpunkt zu haben ist mir in heutigen Zeiten allemal lieber als keinen zu haben.

Im Archiv findest du ältere Beiträge, die aber nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.

Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration

Herzensgrüße

Imke


Gedanken zu Samstag, 25.11.2023

„Lazarus geht“ – Bild zu Johannes 11, 44

Das Bild heißt „Lazarus geht“ und zeigt den rechten Fuß des Lazarus und die Binden, die ihm abgenommen wurden. Zur Geschichte, die dahintersteht: Lazarus, ein guter Freund Jesu, war gestorben und Jesus erweckte ihn zum Leben, auch um den Zweiflern zu beweisen, dass er die Macht dazu hatte. Lazarus kam aus der Grabkammer, in der er gelegen hatte, und Jesus befahl den Anwesenden, Lazarus von den Binden zu befreien und ihn gehen zu lassen.

Was sagen mir Bild und Bibelstelle?

Mir kommen dazu zwei Gedanken. Und beide haben mit den aktuellen Ereignissen in der Welt viel zu tun. In meiner kleinen und in der großen weiten Welt.

Der erste Gedanke ist begleitet von der tiefen Dankbarkeit darüber, dass ich nicht von den Toten, sondern aus scheinbarem Tiefschlaf in ein neues Le­ben habe finden dürfen.

2016, als ich die Gedanken, die du links sehen kannst, für die Rück­seite des Bildes schrieb, hatte ich die Hoffnung, dass mein Weg, wenn ich im Licht seiner Impulse gehe, dazu führen würde, all das los- und zurückzulassen, was mich am Leben hin­derte.

Heute, neun Jahre später, kann ich kaum fassen, dass es mir tatsächlich ge­lungen ist. Ich habe vieles in meiner per­sönlichen Grabkammer zurückgelassen und bin zu neuen Ufern aufgebrochen. Deshalb liebe ich dieses Bild und die Textstelle, denn sie beweisen mir, dass es geht: Altes hinter sich lassen und aufbrechen.
Es erforderte Mut, aber ich hatte eigentlich keine andere Wahl. Also jedenfalls keine, die mir gefallen und die mich gesund gemacht hätte. Denn dem mutigen Voranschreiten stand „Schlafe weiter“ gegenüber. Das hätte bedeutet, ein Leben weiter zu leben, dass mich nicht mehr erfüllt, mir nicht mehr gerecht wird, in dem ich fremdbestimmt bin, mich verbiegen und verraten muss, in dem mir andere vorschreiben wollen, wann ich mich wo und mit wem treffen darf, welchen gesundheitlichen Prinzipien ich folge …

Diese Alternative sollte nicht mehr meine sein – so fielen meine Binden und ich ging.

Der zweite Gedanke hat mit den Konsequenzen zu tun, die Jesu zu tragen hatte, als er Lazarus aus dem Grab befreite. Er wusste, dass das seine Gegner auf den Plan rufen und seinen Tod endgültig besiegeln würde. Er war den Mächtigen ein Dorn im Auge, weil er sich nicht von seinem Weg abbringen ließ und nach und nach die Menschen zum Glauben führte. Das passte den mächtigen Hohepriestern und weltlichen Herrschern nicht – schließlich rüttelte er damit an ihrer Macht, die es zu verteidigen galt – und sie beschlossen, ihn zu beseitigen.
An den Ausgang dieser Ereignisse wird jedes Jahr an Karfreitag erinnert und mit Ostern kommt die Hoffnung zurück.

Was kann ich daraus lernen?

Jesus steht zu seinem Weg, auch wenn er damit den Hass seiner Widersacher befeuert. Für ihn gibt es keine Alternative zu seiner Wahrheit und Botschaft.

Und so gehe auch ich: Ich folge seinem mutigen Beispiel und stehe für meine Wahrheit ein. Friedlich, aber bestimmt.
Jeden Tag aufs Neue.
Und wenn ich es nicht schaffe, versuche ich es wieder – und wieder – und wieder.

Ich bilde mir nicht ein, die einzige Wahrheit zu kennen, aber ich habe meine und der folge ich. Ich habe nicht die Absicht, meine Wahrheit mit struktureller oder tatsächlicher Gewalt durchzusetzen, wie es die Mächtigen dieser Welt versuchen. Dafür haben ja im Moment genügend Beispiele vor Augen.
Die Corona-Pandemie war ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten könnte, wenn die Politiker und Wirtschafts-Riesen weiterhin ihre Interessen über das Gemeinwohl stellen.
Und die Kriege dieser Welt zeigen den Weg, der seit ewigen Zeiten beschritten und nicht enden wird, solange es Menschen gibt, die meinen, anderen ihren Weg aufzwingen zu müssen, um ihre Macht zu sichern.


Mein Weg soll ein friedlicher sein und er ist erst einmal nur für mich.
Ich lade dich aber ein, hier auf meiner Seite – und in Kürze auch in meinem neuen Buch – ein Gefühl dafür zu bekommen, was ich meine und wie mein Weg aussieht.

Ich wünsche dir eine friedliche Woche und uns allen, dass die Mächtigen dieser Welt auf fried­lichem, aber bestimmten Weg von uns Vielen, die wir ihre Spielchen nicht mehr mitspielen wollen, in ihre Schranken gewiesen werde.

Herzensgrüße

Imke