Alles eine Frage der Einstellung

Das ist so ein bisschen wie das halbleere oder halbvolle Glas – ich entscheide jeden Tag darüber, aus welchem Blickwinkel ich die Ereignisse um mich herum betrachte.

Ich denke in diesem Zusammenhang an eine Bekannte, die alles aus dem Blickwinkel des halbleeren Glasas betrachtet. Egal, was passiert, sie ist schnell mit dem Komentar zur Hand, dass es ja klar sei, dass ihr das passiert. So hatte sie z.B. beinahe einen Autounfall – wirklich nur beinahe – und der Kommentar rutschte wie automatisch aus ihr heraus.

Aus dem Blickwinkel des halbvollen Glases wäre ihre Reaktion vielleiicht ein „Gott sei Dank“ gewesen.

Wir entscheiden in jeder Situation, welche Blickrichtung wir einnehmen, auch in Situationen, die kein „beinahe“ enthalten. Sicher gibt es Ereignisse, in denen es schwer fällt, auch nur einen Tropfen im Wasserglas auszumachen, und es ist gut, auch in diese Phase zu gehen: Wenn Trauer, Verzweiflung und/oder Schmerz übermächtig sind, wäre es fatal, sie zu verdrängen und mit einem „Wird schon wieder“ wegzuwischen.
Die Frage ist aber, wie lange wir z.B. in Ohnmacht und Schmerz verharren.

Ja, es ist alles eine Frage der Entscheidung!